Vulkan Mayon: 50 000 Menschen fliehen auf den Philippinen

Der Vulkan Mayon brodelt und speiht Asche. Weil die Aktivität des Vulkans auf den Phillippinen stark zugenommen hat, der Asche-Rauch den Menschen in nahe gelegenen Siedlungen den Atem raubt, sind auf den Phillippinen zu Weihnachten rund 50 000 Menschen auf der Flucht.

Die örtlichen Gesundheitsbehörden warnten davor, die Aschepartikel könnten Atemprobleme und Hautkrankheiten auslösen.

Zudem besteht die Gefahr, dass der Vulkan tatsächlich ausbrechen könnte. Unter den rund 50 000 Flüchtlingen sind mehr als 9400 Familien. Sie sollen über Weihnachten und Neujahr in Notunterkünften bleiben, wies Provinzgouverneur Joey Salceda an.

Etwa 500 Bewohner hielten sich demnach noch in dem besonders gefährdeten Gebiet auf.

Der Chef-Vulkanologe der philippinischen Regierung, Renato Solidum, sagte, zwar sei die Ascheschicht in der Umgebung des Vulkans nicht besonders dick. Die sehr feinen Aschepartikel seien aber besonders gefährlich für den Menschen.

Augenzeugen berichten, dass die Vulkanasche nicht nur in unmittelbarer Umgebung des Vulkans nieder gegangen sei, sondern ebenfalls in rund 15 Kilometer entfernten Dörfern von Mayon. Weißer Staub sei durch die Straßen geweht.

Nach Angaben des Zivilschutzes ist es nicht leicht vorauszusagen, wo die Asche niedergeht, weil der Wind häufig seine Richtung ändert.

Den Anwohnern wurde geraten, sich in den Häusern aufzuhalten und die Fenster geschlossen zu halten. Bei Ausgängen sollen Mund und Nase mit feuchten Lappen bedeckt und lange Kleidung getragen werden.

Bereits 2006 hatte der Ascheregen des Mayon gefährliche Wirkung. Während bei seinem damaligen Ausbruch niemand ums Leben kam, starben später mehr als tausend Menschen, als ein Taifun tausende Tonnen Vulkanstaub und Lavabrocken aufwirbelte. Die daraus entstandene Schlammlawine begrub mehrere Dörfer unter sich.

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