Waldbrände: Feuerwalze bedroht Athen

Die Behörden haben längst den Notstand ausgerufen. Tausende Griechen sind auf der Flucht. In Griechenland wüten wieder einmal verheerende Waldbrände. Jetzt rollt eine übermächtige Feuerwalze auf die Hauptstadt Athen zu.

Die Flammen fressen sich unkontrolliert durch Pinienwälder und Felder rund 40 Kilometer nordöstlich von Athen, haben inzwischen erste Vororte der Hauptstadt erreicht.

Die Behörden evakuierten bereits zwei Kinderkliniken, Campingplätze und mehrere Wohnhäuser.

Am Wochenende kämpften rund 160 Feuerwehrleute gegen die Feuerwalze. Löschfahrzeuge, Helikopter und Bulldozer sind im Einsatz. Vier Löschflugzeuge aus Italien und Frankreich sollen helfen, das verheerende Feuer zu stoppen.

Doch bislang nur mit wenig Erfolg.

Starke Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern pro Stunde fachten die Flammen immer wieder an und erschwerten die Löscharbeiten.

Die Feuer wüteten auch in den Bergen nahe der Stadt Marathon. Bürgermeister Spiros Sagaris äußerte beim Fernsehsender ANT1 Befürchtungen, ohne rasche Hilfe der Feuerwehr werde die ganze Stadt niederbrennen. Ein Einwohner von Marathon: „Es war die schlimmste Nacht meines Lebens. Das Feuer umzingelt uns.“

Über Verletzte und Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Griechische Medien berichteten, mehrere Häuser seien niedergebrannt. Die Feuerwehr bestätigte dies zunächst jedoch nicht.

Die Brände waren am Freitag ausgebrochen und in der Nacht zum Samstag außer Kontrolle geraten. Wegen der hohen Temperaturen von rund 40 Grad und starken Sommerwinden wird Griechenland immer wieder von schweren Waldbränden heimgesucht. 2007 kamen bei einer Reihe von Waldbränden 77 Menschen ums Leben, Tausende Hektar Wald wurden zerstört.

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