Winter-Taumel in Deutschland: Minus 4 Grad !

Der Winter ist da, von einem Tag auf den anderen. Innerhalb nur einer Woche stürzten in Deutschland die Temperaturen von + 27 Grad Celsius auf – 4 Grad ab. Hurra, der Winter ist da, jubeln die Kinder, die Autofahrer bibbern.

Die A20 bei Wismar, Mecklenburg-Vorpommern glich am Dienstagmorgen einer Rutschbahn. Zwei dutzend Autos rumpelten ineinander. Nur zwei Personen verletzten sich leicht. Vier Stunden musste die Autobahn Richtung Lübeck gesperrt werden.

Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen fielen 70 Zentimeter Neuschnee. Jens Winninghoff vom Deutschen Wetterdienst (DWD): „Wir erwarten nochmals 30 Zentimeter.“ Dort gibt es also für alle Ski-Fans bereits gute Bedingungen.

Und auch im Erzgebirge auf dem Fichtelberg, auf dem Feldberg im Schwarzwald und auf dem Brocken im Harz hat es bereits eine geschlossene Schneedecke gegeben.

Dr. Karsten Brandt vom Internet-Wetterdienst „donnerwetter.de“ zu dem frühen Wintereinbruch: „Der erste Schnee ist auf eine besondere Situation zurückzuführen: Bei Temperaturen weit über null Grad hat es trotzdem in großer Höhe ein kräftiges Gewitter mit sehr starken Schneefällen und Graupel gegeben.“

Ein Ende des Wintereinbruchs ist noch nicht in Sicht. Es wird noch kälter !

„Das war noch nicht der Tiefpunkt. Aus arktischen Regionen strömt massiv Kaltluft ins Land“, warnt Meteorologe Ansgar Engel vom DWD. Der Experte: „Die nächsten Nächte bringen fast überall Minusgrade. Ausgespart bleiben nur die Küsten und das Rheintal. Im Süden und Südosten fällt Regen – im Erzgebirge und den Alpen durchweg Schnee. Frühestens am Wochenende wird es wieder etwas milder.“

Trotzdem: Der ADAC rät Autofahrern, für höher gelegene Straßen Schneeketten mitzunehmen.

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