Zug-Unglück in Belgien: Amputationen am Unfallort

Noch immer sind nicht alle Opfer des verheerenden Zug-Unglücks in Belgien geborgen. Die Anzahl der Todesopfer hat sich zwischenzeitlich auf 25 erhöht. Mindestens 150 Pendler wurden bei dem Zusammenstoß zweier Regionalzüge im Einzugsgebiet von Brüssel verletzt. Ärzte kämpfen vor Ort um das Leben der Passagiere, zum Teil auch mit Not-Amputationen am Unfallort.
Viele der Verletzten wurde bei dem Zusammenprall in den Zügen eingeklemmt, müssen jetzt mühsam heraus geschnitten werden. Die Waggons sind teilweise schwer zertrümmert haben sich ineinander verschoben und verkeilt.

Gegen 8.30 Uhr ereignete sich das Unglück. Noch immer halten die Rettungsarbeiten an. Die beiden Regionalzüge waren offenbar ineinander gerast, weil ein Lokführer ein Stopp-Signal überfuhr.  An Bord der Züge waren bis zu 300 Menschen.

Überlebende erzählen von dem mächtigen Crash. Zunächst habe der Zug stark gebremst.

„…Dann hörten wir einen lauten Knall und ich sah einen Waggon an meinem Fenster vorbeischlittern.“ Die Zug-Insassen wurden aus den Sitzen geschleudert, prallten gleich darauf wieder zurück.

Der Frontal-Crash auf den Schienen ist das schlimmste Zugunglück in Belgien seit Jahrzehnten!

Der Zugverkehr zwischen Brüssel und dem Südwesten des Landes wurde eingestellt, auch die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Brüssel und Paris wurde gesperrt.

Passagiere, die von Deutschland aus den Schnellzug Thalys nach Paris nutzen wollten, mussten in Brüssel aussteigen. Auch auf der Strecke nach England fuhren keine Züge mehr.

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