2. Wahldurchgang: Christian Wulff als Bundespräsident wieder gescheitert

Was für ein Wahl-Krimi. CDU-Politiker Christian Wulff (54) ist auch beim zweiten Wahldurchgang in der Bundesversammlung als neuer Bundespräsident gescheitert. Wieder konnte er keine absolute  Mehrheit für sich gewinnen.

Allerdings auch kein anderer Kandidat.

Neben dem CDU-FDP-Kandidaten Christian Wulff, stellen sich auch Joachim Gauck (70) für SPD und Grüne zur Wahl, so wie der Linken-Kandidat Luc Jochimsen (74)

Wulff bekam im 2. Wahlgang 615 Stimmen – also 29 weniger, als das schwarz-gelbe Lager zur Verfügung hat. Das reichte erneut nicht, um sich durchzusetzen: Wulff hätte 623 Stimmen gebraucht, um die erforderliche absolute Mehrheit zu erreichen.

Gegenkandidat Joachim Gauck (70), der von SPD und Grünen nominiert worden war, erhielt dafür im 2. Wahlgang 490 Stimmen. Rot-Grün hat zusammen 462 Stimmen, das heißt: Gauck bekam 38 Stimmen mehr als das Lager vergeben kann!

Auf die Kandidatin der Linken, Luc Jochimsen (74), entfielen 123 Stimmen, eine Stimme weniger als das linke Lager hat!

Die Abweichler konnten also in der Wahl-Pause am Nachmittag nicht auf die Linie gebracht werden.

Ein dritter Wahldurchgang soll jetzt folgen. Jochimsen wird hier nicht mehr antreten.

Stimmen die Linken jetzt für Gauck?

Wenn ja, könnte es für Wulff extrem knapp werden.

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