Linkspartei: Rentner spendet 175 000 Euro

Die Linkspartei kann sich überraschend über eine satte Spende freuen. Ein Rentner aus Niedersachsen zeigt sich großzügig und überlässt den Linken satte 175 000 Euro. So viel wie offenbar niemand je zuvor.

Vor vier Wochen gingen im Karl-Liebknecht-Haus auf einem partei-eigenen Konto zunächst 75 000 Euro, jetzt noch einmal 100 000 Euro ein.

Prompt landete die Summe als sofort veröffentlichungspflichtige Großspende (ab 50.000 Euro) in den Akten des Bundestages. Bis dahin stand die Linke dort seit der Gründung vor drei Jahren nicht ein einziges Mal. Der Absender: Dr. Friedhelm Holz (82), ein Chemiker aus dem Kurort Bad Rothenfelde bei Osnabrück.

Der großzügige Spender, Witwer und kinderlos, erklärt laut Medienberichten zu seiner Spende: „Weil wir keine Erben haben, wollte ich ein Testament machen, damit das Geld nicht an den Staat geht.“

Doch die beim Erbfall entstehenden Steuerkosten waren Holz dann doch zu teuer für den möglichen Erben. „Das wollte ich nicht.“ Also: Spenden.

Erst nach längerem Nachdenken kam der Rentner auf den für ihn besten Spendenempfänger: die Linkspartei.

„Von den jetzigen Parteien im Bundestag gefielen mir CDU und FDP nicht, die sind kapitalistisch. Die Grünen haben einen grünen Tick. Und die SPD ist seit Schröder eine neoliberale Partei, der wollte ich das Geld auch nicht geben.“  Also blieb nur noch die Linkspartei.

Mit der ehemaligen DDR hat Holz allerdings nichts am Hut. Seine Familie wurde einst enteignet. Doch er glaubt, dass die Linkspartei die einzige Partei ist, die wirklich etwas verändern will.

Ärgerlich: Weil der Bundestag die Spende mit den Adressdaten von Holz veröffentlicht hat, erhält der Rentner jetzt täglich Bettelanrufe. Doch jetzt hat er ja gar kein Geld mehr … !

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