Nach Kruzifix-Kritik: Aygül Özkan erhält Morddrohung

Aygül Özkan (38, CDU) ist designierte Sozialministerin von Niedersachsen. Ihre Qualifikation als Vertretin des Volkes hat sie gleich zu Beginn ihrer öffentlichen Karriere in Frage gestellt.

Als erste Forderung prangerte die gebürtige Türkin Kreuze in Schulen an und schießt damit direkt in Richtung CSU. Ist die junge Aygül Özkan also nur in die Politik gegangen, um in Deutschland die abendländische Kultur und die christlichen Wurzeln zu bekämpfen ?

Warum wählte sie dann ausgerechnet die CDU als ihre Partie, die ja das „christlich“ und damit das Kreuz Jesu‘ im Namen trägt ?! Um einfach schneller Karriere zu machen … ? Um eine gute Tarnung zu haben ?

Hat Aygül Özkan als Sozialministerin keine anderen Ideen und wichtigen Projekte als sofort auf Konfrontation mit allen Einwanderungs-Gegnern in Deutschland zu gehen, ausgerechnet als erste türkischstämmige Ministerin in einem Länderkabinett ?!

Kein besonders kluger Start für die Ministerin in der deutschen Politik! Da hätte man ihr doch eigentlich ein bisschen mehr Raffinesse zu trauen können…

Jetzt hat sie bei allen konservativen CDU-Wählern erst einmal verloren, ihr wahres Gesicht gleich zu Anfang offenbart. Das wieder gut zu machen, wird so gut wie unmöglich.

Vor allem: Angeblich gibt es bereits Morddrohungen gegen Aygül Özkan, wie die linientreue Presse in Deutschland berichtet. Die Ministerin steht unter Polizeischutz. Ab sofort wird die Ministerin rund um die Uhr von zwei Beamten des Landeskriminalamts (LKA) beschützt.

Gewohnter Weise wird sofort das rechtsradikale Milieu in Deutschland verantwortlich gemacht. Die Ministerin hat erfolgreich zwei Fronten geschaffen. Nicht sonderlich hilfreich für das soziale Gefüge in Deutschland, Frau Sozialministerin !

Unterdessen regnet es auch Kritik aus den eigenen Reihen.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bezeichnete die Haltung Özkans als völlig indiskutabel. Deutschland sei von der christlichen Tradition geprägt, sagte er der „Rheinischen Post“. Das solle auch der jungen Generation in den Schulklassen vermittelt werden.

Auch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), wies die Forderung Özkans zurück. Sie sagte am Montag im „Deutschlandfunk“, Deutschland stehe in einer jahrhundertealten christlichen Tradition: „Kreuze in den Schulen sind Ausdruck unserer Tradition und unseres Werteverständnisses.“

Der Bundesvorsitzende der CDU-Nachwuchsorganisation Schüler-Union, Younes Ouaqasse, forderte Niedersachsens Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) auf, auf die Ernennnung Özkans zur Ministerin zu verzichten. „Diese Frau hat ihre Kompetenzen überschritten“, sagte Ouaqasse. Durch Aussagen wie die von Özkan verlören die Volksparteien CDU und CSU ihre Glaubwürdigkeit und damit ihren Rückhalt in der Bevölkerung.

Weiterhin sprach sich Özkan für die Aufnahme der Türkei in die EU aus – auch damit wandte sie sich gegen CDU-Stoßrichtung.

Dem „Spiegel“ sagte sie, sie sei „dagegen, der Türkei nur eine privilegierte Partnerschaft anzubieten“. Auch ihre oberste Chefin dürfte von dieser Aussage wenig begeistert sein, denn auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist gegen eine EU-Vollmitgliedschaft der Türkei.

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